- Erkennen und verwechseln (4)
- Melden (5)
- Warnung (4)
- Nest und Bienenstand (5)
- Portal, App und Daten (5)
Erkennen und verwechseln
Woran erkenne ich die Asiatische Hornisse sicher?
An den gelben Beinenden. Das ist das Merkmal, das keine heimische Art teilt: Die Europäische Hornisse hat durchgehend rotbraune Beine.[2][3] Dazu kommen: dunkle, fast schwarze Brust, orange bis gelb-oranges Gesicht und ein überwiegend dunkler Hinterleib mit nur einem hellen Band im hinteren Drittel. Die Arbeiterin misst 1,5 bis 2,4 Zentimeter, eine Königin bis rund 3 Zentimeter.[3]
Ist die Asiatische Hornisse größer als die heimische?
Nein, sie ist kleiner und dunkler. Das ist der häufigste Irrtum: Der Name klingt bedrohlich, das Tier ist es optisch nicht. Die Europäische Hornisse wird 1,8 bis 2,5 Zentimeter groß und wirkt durch ihre gelb-braune Färbung deutlich massiger.[2] Ein besonders großes, helles Tier ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die heimische Art.
Was passiert, wenn ich ein Nest der Europäischen Hornisse zerstöre?
Das ist strafbar. Die Europäische Hornisse ist nach Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt; das Zerstören ihrer Nester ist ohne Ausnahmegenehmigung verboten und wird als Ordnungswidrigkeit oder Straftat verfolgt. Genau deshalb raten Behörden Laien von jeder eigenmächtigen Nestentfernung ab, die Verwechslungsgefahr ist der Hauptgrund.[2][4]
Ich habe ein Tier fotografiert. Wer sagt mir, was es ist?
Melden Sie es hier mit Foto. Jede Meldung mit Bild wird gesichtet; bei einer Verwechslung erscheint sie nicht auf der Karte. Sie können den Prüfstand später in Ihren Meldungen nachlesen, wenn Sie beim Melden ein Konto verwenden. Für eine amtliche Bestätigung ist zusätzlich die Untere Naturschutzbehörde Ihres Landkreises zuständig.
Melden
Muss ich einen Fund melden? Gibt es eine Meldepflicht?
In Deutschland besteht seit März 2025 keine formale Meldepflicht mehr. Die Art wurde von „neu auftretend“ zu „weit verbreitet“ umgestuft und unterliegt seither dem Management nach Artikel 19 der EU-Verordnung 1143/2014.[1] Das heißt aber nur, dass eine flächendeckende Tilgung als unrealistisch gilt, Fundmeldungen bleiben ausdrücklich erwünscht und sind die Grundlage jeder Lagebeurteilung.[1][4] Einzelne Länder haben eigene Regelungen; der Meldeweg unterscheidet sich je Bundesland.[12]
Brauche ich ein Konto, um zu melden?
Nein. Eine Meldung braucht nur einen Ort. Alles Weitere, Foto, Art des Fundes, Flugrichtung, ist freiwillig. Ein Konto lohnt sich nur, wenn Sie Ihre eigenen Meldungen später wiederfinden und den Prüfstand sehen wollen.
Was wird von meiner Meldung gespeichert und veröffentlicht?
Öffentlich sichtbar sind Ort, Zeitpunkt, Art des Fundes und, falls Sie eines anhängen, das Foto. Nicht sichtbar und nicht gespeichert sind Name, Adresse oder Telefonnummer: Danach fragen wir gar nicht erst. Melden Sie mit Konto, ist zusätzlich Ihre E-Mail-Adresse hinterlegt, damit Sie Ihre Meldungen wiederfinden.
Warum soll ich die Flugrichtung angeben?
Weil sie den Weg zum Nest weist. Hornissen fliegen auf geradem Weg heim; kreuzen sich zwei Richtungen aus verschiedenen Beobachtungen, liegt das Nest im Schnittpunkt. Der Sammelradius beträgt etwa 1.000 Meter um das Nest, die Heimfindefähigkeit reicht bis 5.000 Meter.[5]
Mein Foto zeigt eine andere Art. Habe ich etwas falsch gemacht?
Nein. Eine gemeldete Verwechslung ist kein Fehler, sondern der Normalfall: Die meisten Meldungen bundesweit betreffen die heimische Hornisse. Solche Meldungen erscheinen nicht auf der Karte, verursachen aber keinen Schaden. Melden Sie im Zweifel: Ein Bild zu viel ist besser als ein übersehenes Nest.
Warnung
Wie funktioniert die Warnung bei Sichtungen in der Nähe?
Sie setzen bis zu fünf Standorte auf die Karte, Bienenstand, Zuhause, Vereinsgelände und hinterlegen eine E-Mail-Adresse. Wird innerhalb Ihres Umkreises eine Sichtung gemeldet, bekommen Sie eine Nachricht. Wer möchte, bekommt sie zusätzlich sofort als Mitteilung aufs Gerät.
Welchen Umkreis soll ich einstellen?
Fünf Kilometer für den Bienenstand. Grund: Ein Nest liegt meist innerhalb eines Kilometers vom Ort der Beobachtung, die Heimfindefähigkeit reicht bis fünf Kilometer.[5] Wer jede Meldung sehen will, die für seinen Stand zählen könnte, ist mit fünf Kilometern auf der sicheren Seite. Zehn Kilometer liefern zusätzlich das regionale Umfeld, aber auch mehr Nachrichten.
Bekomme ich Werbung, wenn ich meine E-Mail-Adresse hinterlege?
Nein. Die Adresse wird ausschließlich für Warnungen benutzt. Es gibt keinen Newsletter, keine Weitergabe an Dritte und keinen Werbeversand. In jeder Nachricht steht ein Abmeldelink, der sofort wirkt.
Auf dem iPhone kommt keine Mitteilung an. Woran liegt das?
Apple erlaubt Mitteilungen von Webseiten nur, wenn die Seite zum Startbildschirm hinzugefügt wurde. Öffnen Sie velutinafinder.de in Safari, tippen Sie auf „Teilen“ und dann auf „Zum Home-Bildschirm“. Starten Sie die Seite anschließend über das neue Symbol und erlauben Sie die Mitteilung. Auf Android funktioniert es direkt im Browser. Die E-Mail-Warnung geht unabhängig davon raus.
Nest und Bienenstand
Ich habe ein Nest entdeckt. Was tun?
Abstand halten und melden. Entfernen Sie es keinesfalls selbst: Sekundärnester beherbergen mehrere tausend Tiere und werden aggressiv verteidigt.[2] Die Beseitigung gehört in die Hände von Fachleuten mit Schutzausrüstung. Auf Privatgrundstücken trägt der Eigentümer die Verantwortung und in der Regel auch die Kosten; eine bundesweit einheitliche Regelung gibt es nicht.[4]
Wie groß wird ein Nest, und wo hängt es?
Das Sekundärnest wird eiförmig, 18,7 bis 45 Zentimeter im Durchmesser und 19,2 bis 65 Zentimeter lang.[7] Es sitzt meist frei und hoch in Baumkronen: Das Umweltbundesamt nennt 15 Meter und mehr, dokumentiert sind Nester bis 30 Meter Höhe.[2] Das Primärnest im Frühjahr ist deutlich kleiner und hängt oft geschützt an oder in Gebäuden.[8]
Wie schütze ich meinen Bienenstand?
Drei Maßnahmen sind belegt. Elektrische Harfen senken den Prädationsdruck am Stand nachweislich.[9] Starke Völker und Zufütterung: Wo der Sammelflug blockiert wird, überleben gut versorgte Völker, schwache erliegen.[11] Behörden nennen zusätzlich Fluglochverengungen („Maulkörbe“), allerdings ohne quantifizierte Erfolgsquote.[1]
Helfen Köderfallen?
Sie sind umstritten und werden von der Forschung kritisch gesehen. Köderfallen haben eine geringe Selektivität und fangen viele Nichtzielinsekten, darunter geschützte Arten; ein belegter Effekt auf die Zahl der Kolonien fehlt.[10][6] Wer Fallen einsetzt, sollte das gezielt und zeitlich begrenzt tun , nicht als Dauermaßnahme.
Wie viele Bienen frisst ein Nest?
Ein Nest verzehrt über eine Saison im Schnitt rund 11,32 Kilogramm Insektenbiomasse. Honigbienen machten davon 38,1 Prozent aus, Fliegen 29,9 Prozent, soziale Wespen 19,7 Prozent, insgesamt über 159 Arten.[6] Der Druck erreicht Anfang Oktober sein Maximum. Die Art ist also kein reiner Bienenjäger, sondern ein Generalist, für den Bienenstände nur eine besonders berechenbare Beutequelle sind.
Portal, App und Daten
Woher stammen die Punkte auf der Karte?
Aus vier Quellen: eigene Meldungen über dieses Portal, GBIF, iNaturalist und Observation.org. Jede Quelle lässt sich auf der Karte einzeln ein- und ausblenden, und in jedem Punkt steht, woher er kommt. Die Datenstände und Abrufzeitpunkte sind offengelegt.
Was kostet das Portal, und was kostet die App?
Beides ist kostenlos. Keine Werbung, kein Abonnement, keine Bezahlfunktion. Getragen wird das Projekt von XDiBee.
Was kann die App, was die Webseite nicht kann?
Drei Dinge: Sie hält den Standort sofort bereit, sie lässt Meldungen ohne Empfang vorbereiten und später senden, und sie zeichnet Touren auf, die Linien zeigen später, wo sich verfolgte Flugrichtungen kreuzen.
Warum fehlt in manchen Wochenberichten der Vergleich zur Vorwoche?
Weil er dann nicht tragen würde. Kommt eine Datenquelle neu hinzu oder fällt eine aus, springt die Zahl, ohne dass ein einziges Tier mehr geflogen wäre. In solchen Wochen weisen wir keinen Vergleich aus und schreiben den Grund dazu, statt eine Zahl zu nennen, die etwas anderes bedeutet, als sie zu bedeuten scheint.
Kann ich die Daten für eigene Auswertungen bekommen?
Für fachliche Anfragen (Verbände, Behörden, Forschung) nehmen Sie bitte über das Kontaktformular Verbindung auf. Die importierten Fremddaten unterliegen den Lizenzbedingungen ihrer jeweiligen Quelle; diese sind auf der Datenquellen-Seite genannt.
Frage nicht dabei? Schreiben Sie uns, was mehrfach gefragt wird, landet hier.