Dunkler Gesamteindruck
Der Körper ist überwiegend schwarz bis schwarzbraun. Die Art wirkt deutlich dunkler als die heimische Hornisse [1].
Wissen · Bestimmung
Fünf Merkmale reichen zur sicheren Bestimmung. Wer sie kennt, verwechselt die Asiatische Hornisse nicht mehr mit der heimischen.
In Europa tritt ausschließlich die Farbform Vespa velutina nigrithorax auf, die „Schwarzbrust“ [13]. Das macht die Bestimmung einfacher, als es zunächst scheint: Es gibt nur diese eine Form.
Der Körper ist überwiegend schwarz bis schwarzbraun. Die Art wirkt deutlich dunkler als die heimische Hornisse [1].
Stirn und Gesicht sind orange bis gelborange [1].
| Arbeiterin | 1,5 bis 2,4 cm |
|---|---|
| Königin | bis rund 3 cm |
Quelle: [2]
Merksatz: dunkel, gelbe Füße, oranges Gesicht. Wer diese drei Dinge zusammen sieht, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Asiatische Hornisse vor sich.
Die Art ist tagaktiv. Messungen mit Funkchips ergaben Flugaktivität hauptsächlich zwischen 07:00 und 20:00 Uhr [3]. Nachts fliegt sie nicht. Darin unterscheidet sie sich von der Europäischen Hornisse, die auch im Dunkeln unterwegs sein kann.
Vor dem Flugloch verhält sich die Asiatische Hornisse anders als jedes heimische Insekt: Sie steht im Rüttelflug in der Luft, den Kopf zum Flugloch, und greift heimkehrende Sammlerinnen im Flug ab. Dieses Standschweben über Minuten ist so auffällig, dass es allein schon als Verdachtsmoment taugt, noch bevor man Beine oder Gesicht erkennt.
Wichtig für die Einordnung: Die Art ist ein Generalist, kein reiner Bienenjäger. Eine Auswertung des Beutespektrums in Frankreich fand Honigbienen mit 38,1 Prozent, Fliegen mit 29,9 Prozent und soziale Wespen mit 19,7 Prozent, insgesamt über 159 Arten [8]. Ein Bienenstand ist für sie lediglich die berechenbarste Beutequelle.
Für die Bestätigung einer Meldung zählt nicht die Bildschärfe allein, sondern das, was zu sehen ist. Nützlich ist ein Bild, auf dem mindestens zwei der folgenden drei Stellen erkennbar sind:
Ein Bild von oben aus größerer Entfernung zeigt oft nur einen dunklen Umriss und lässt keine Bestimmung zu. Bei einem gefundenen toten Tier lohnt es sich, es auf ein weißes Blatt zu legen und aus etwa zwanzig Zentimetern Entfernung zu fotografieren.
Eine spanische Arbeitsgruppe hat acht Jahre Meldungen einer Bürgerplattform ausgewertet, 1.329 geprüfte Meldungen aus den Jahren 2016 bis 2024. Das Ergebnis: Die Trefferquote hängt vom Monat und vom Stadium der Invasion ab, und sie steigt, je länger die Art in einem Gebiet vorkommt [17].
Für ein Erstnachweisgebiet wie Sachsen oder Brandenburg heißt das: Am Anfang liegen viele Meldungen daneben, und das ist kein Grund, nicht zu melden. Ein Bild zu viel ist besser als ein übersehenes Nest. Fehlbestimmungen richten keinen Schaden an, solange niemand aufgrund einer Vermutung ein Nest zerstört.
Die Nummern gelten auf allen Wissensseiten gleich. Wo eine Aussage keinen Beleg trägt, steht das ausdrücklich dabei.