Warum sie erst jetzt auffallen
Das Sekundärnest ist das Hauptnest des reifen Volkes. Es hängt meist frei und hoch in Baumkronen [5] — und ist von Blättern verdeckt, solange das Laub hängt. Zwei Dinge treffen im Herbst zusammen: Das Nest erreicht seine größte Ausdehnung [6], und die Bäume werden kahl.
| Durchmesser | 18,7 bis 45,0 cm |
|---|---|
| Länge | 19,2 bis 65,0 cm |
| Höhe über dem Boden | oft 15 m und mehr, dokumentiert bis 30 m |
| Form eiförmig, Außenhülle beige-braun gestreift | |
Was im Nest gerade passiert
Im Herbst zieht das Volk Jungköniginnen und Männchen auf [5]. Jede Jungkönigin, die überwintert, kann im nächsten Frühjahr ein eigenes Volk gründen. Deshalb ist ein Nestfund im Herbst nicht wertlos, auch wenn das Volk ohnehin bald abstirbt — er zeigt, wo im Folgejahr mit Nachwuchs zu rechnen ist.
Was zu tun ist
- Abstand halten. Auch ein spätes Nest wird verteidigt.
- Fotografieren — aus sicherer Entfernung, mit Zoom.
- Melden bei der Unteren Naturschutzbehörde und hier auf der Karte.
- Entfernung nur durch Fachleute mit Schutzausrüstung [1].
Was sich nicht belegen ließ
- Ob verlassene Nester im Folgejahr wieder bezogen werden, ließ sich für diese Art nicht mit einer Quelle belegen. Nach allgemeiner Biologie der Faltenwespen stirbt das Volk im Winter und das Nest bleibt leer — für Vespa velutina fand sich dazu jedoch kein eigener Nachweis.
- Eine belastbare Verteilung typischer Nesthöhen für Deutschland liegt nicht vor; die 30 Meter sind ein dokumentierter Höchstwert, kein Regelfall.