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Wochenrückblick · 2026, Kalenderwoche 13

Frankreich kündigt einen nationalen Plan an — und eine Wespenstiftung mahnt zur Nuance

Wochenrückblick 23. bis 29. März 2026 (KW 13)

Am Ende dieser Woche stand die Ankündigung, die das französische Vorgehen für die kommenden Jahre bestimmen dürfte: ein nationaler Plan, der die Bekämpfung des Frelon asiatique koordinieren und beschleunigen soll. Zuvor hatte der französische Imkerdachverband erklärt, die Imker könnten nicht länger warten. Aus den Niederlanden kam ein bemerkenswerter Zwischenruf: Nuance sei wesentlich. 1.093 Sichtungen, 100 davon in Deutschland.

Teil 1 — Die Woche

Ein nationaler Plan für Frankreich

Am 29. März berichtete Plein Champ über einen „Plan national", der die Bekämpfung koordinieren und beschleunigen solle. Vorausgegangen war am 25. März eine deutliche Stellungnahme der Union nationale de l'apiculture française unter der Überschrift „Die Imker können nicht länger warten".

Frankreich ist das europäische Land mit der längsten Erfahrung — die Art wurde dort 2004 eingeschleppt und hat sich von Südwestfrankreich aus über den Kontinent verteilt. Dass nach zweiundzwanzig Jahren ein nationaler Plan aufgelegt wird, sagt zweierlei: dass die bisherige, weitgehend den Départements und Gemeinden überlassene Bekämpfung als nicht ausreichend angesehen wird, und dass der Druck aus der Imkerei politisch angekommen ist.

Wie der Plan im Einzelnen aussieht, wurde in dieser Woche noch nicht bekannt. Die offizielle Vorstellung folgte wenige Tage später.

„Nuance ist wesentlich"

Am 27. März meldete ZuidWest TV aus den Niederlanden, die dortige Wespenstiftung halte Nuance im Umgang mit der Aziatische hoornaar für essentiell.

Der Einwurf fällt in eine Woche, in der Gemeinden im ganzen Land zur Mithilfe aufriefen — die Gemeente Moerdijk am 24. März unter dem Titel „Gemeinsam gegen die Asiatische Hornisse", die Gemeente Nissewaard am selben Tag mit der Bitte, Sichtungen der Hornisse oder der Asiatischen Tigermücke zu melden.

Zwischen dem Aufruf zur Wachsamkeit und der Panik liegt ein schmaler Grat. Wer zur Meldung aufruft, braucht aufmerksame Bürger; wer Angst erzeugt, bekommt Fehlbestimmungen, zerstörte Nester geschützter heimischer Hornissen und aufgebrachte Nachbarschaften. Die Mahnung der Stiftung passt zu dem, was zwei Wochen zuvor eine spanische Auswertung amtlicher Sterbedaten ergeben hatte: Ein Anstieg tödlicher Verläufe war dort seit Ankunft der Art nicht messbar.

Beide Hornissenarten sicher unterscheiden

Portugal: Meixomil warnt, Esposende stellt 100 Fallen

Aus Portugal kamen zwei konkrete Meldungen. Am 24. März warnte laut SAPO die Junta de Meixomil vor einer Zunahme der Sichtungen und veröffentlichte Sicherheitsempfehlungen. Am 25. März meldete das Jornal de Notícias, Esposende verstärke den Kampf mit der Installation von 100 Fallen.

Esposende an der Nordküste taucht in unserer Auswertung wiederholt auf. Die Gemeinde betreibt seit Jahren eine Präventionskampagne mit Frühjahrsfang — dieselbe Gemeinde meldete im August rund 3.500 gefangene Gründerinnen für die Saison.

Wo sie sich im Frühjahr versteckt

greenMe veröffentlichte am 29. März einen Beitrag zu der Frage, wo sich der Calabrone asiatico im Frühjahr verbirgt und welche Anzeichen man sofort erkennen sollte. Versailles Grand Parc rief am 24. März zum gemeinsamen Handeln im Frühjahr auf.

Die Frage nach dem Versteck ist praktisch bedeutsam. Das Primärnest, das eine Gründerin im Frühjahr allein anlegt, ist zunächst nicht größer als eine Walnuss und hängt geschützt — unter Dachvorsprüngen, in Schuppen, Carports, Hecken oder Erdlöchern. In diesem Stadium ist es mit geringem Aufwand zu entfernen. Ab Juni zieht das Volk in ein Sekundärnest um, das im Kronenraum hängt und am Ende der Saison die Größe eines Wäschekorbs erreichen kann.

Wie ein Nest aufgebaut ist und wann es sichtbar wird

1.093 Sichtungen: der Rückgang nach dem Sprung

Nach dem außergewöhnlichen Vorwochenwert von 1.762 fällt die Zahl auf 1.093 zurück, ein Minus von 38 Prozent. Solche Ausschläge sind in dieser Jahreszeit normal: Die Aktivität der Gründerinnen hängt unmittelbar an Temperatur und Niederschlag, und eine kühle Woche halbiert die Sichtungszahl. Der deutsche Wert bleibt mit 100 auf hohem Niveau.

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Die Woche in Zahlen

KennzahlWert
Sichtungen europaweit1.093
davon in Deutschland100
Veränderung zur Vorwoche−38 Prozent (1.762)
Presseberichte ausgewertet9 aus 4 Ländern
eigene Nutzermeldungen0

Quellen: eigene Sichtungsdatenbank (Stand der jeweiligen Woche), GBIF, iNaturalist und Observation.org sowie öffentlich zugängliche Nachrichtenquellen in sieben Sprachen. Verlinkt und zitiert wird jeweils das Original; wir geben wieder, was dort berichtet wurde.

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