Anfang Januar ziehen die Gemeinden Bilanz. Aus Portugal und Luxemburg kommen die ersten Zahlen für das abgelaufene Jahr, und aus Lucca die Meldung, die Sichtungen nähmen zwischen Zentrum und Peripherie zu. Es sind wenige Meldungen — aber sie beschreiben, was der Winter für die Bekämpfung bedeutet: Er ist die Zeit des Zählens.
Teil 1 — Die Woche
Santarém: 300 Nester im Jahr 2025
Am 5. Januar meldete O Mirante, im Kreis Santarém seien im Jahr 2025 dreihundert Nester der Vespa asiática beseitigt worden.
Santarém liegt in Mittelportugal am Tejo und hat rund 60.000 Einwohner. Die Zahl reiht sich in das Bild, das sich im Lauf des Jahres 2026 vervollständigen sollte: Vila Verde meldete 638 Nester, Mealhada 290, Arganil 340, Mangualde rund 500, und für das ganze Land wurden im März mehr als 200.000 in zehn Jahren genannt.
Luxemburg: 215 Nester
Am 8. Januar berichtete contacto.lu, Luxemburg habe im Jahr 2025 insgesamt 215 Nester zerstört.
Luxemburg ist mit 2.586 Quadratkilometern kleiner als das Saarland und liegt zwischen Frankreich, Belgien und Deutschland — also im Ausbreitungskorridor nach Osten. 215 Nester in einem Land dieser Größe zeigen, dass die Art dort keine Randerscheinung mehr ist. Im weiteren Jahresverlauf kündigte das Land eine Prämie von bis zu 300 Euro je Nest an, die Stadt Luxemburg übernahm die Beseitigung ganz.
Lucca: mehr Meldungen aus Zentrum und Randlagen
Am 5. Januar schrieb LuccainDiretta von Alarm in Lucca — die Meldungen nähmen im Zentrum wie in den Randlagen zu.
Lucca in der nordwestlichen Toskana taucht in unserer Auswertung dieses Jahres mehrfach auf. Im Februar bilanzierte die Region Toskana 1.300 zerstörte Nester und nannte die Provinzen Lucca und Massa-Carrara als am stärksten betroffen; im März legte die Stadt ein Merkblatt zur Erkennung vor.
Zur Zahl dieser Woche
198 Sichtungen europaweit, 14 in Deutschland. Winterwerte. Was in diesen Wochen gemeldet wird, sind überwiegend verlassene Nester, die im unbelaubten Zustand sichtbar werden — nicht fliegende Tiere.
Die Woche in Zahlen
| Kennzahl | Wert |
| Sichtungen europaweit | 198 |
| davon in Deutschland | 14 |
| Veränderung zur Vorwoche | nicht ausweisbar |
| Presseberichte ausgewertet | 3 aus 2 Ländern |
| eigene Nutzermeldungen | 0 |
Hinweis zur Datengrundlage: Die GBIF-Datenreihe für 2026 hat gerade erst begonnen. Vergleiche mit den Vorwochen sind in den ersten Januarwochen nicht belastbar.
Quellen: eigene Sichtungsdatenbank (Stand der jeweiligen Woche), GBIF, iNaturalist und Observation.org sowie öffentlich zugängliche Nachrichtenquellen in sieben Sprachen. Verlinkt und zitiert wird jeweils das Original; wir geben wieder, was dort berichtet wurde.